Geld regiert die Welt...

Helmut Creutz: Zinseinkommen wachsen schneller

("Helmut Creutz: Zinseinkommen wachsen schneller")





... weil es Zinsen bringt?
Ist der Zins der Totengräber des Sozialstaates?

Laut Bundesamt für Statistik hat der deutsche Haushalt durchschnittlich 399 Euro Zinseinkünfte.
Reicht deswegen das Geld nicht mehr, das Lohnniveau und soziale Errungenschaften zu erhalten?

Helmut Creutz zeigt Zusammenhänge auf, die bemerkenswert sind. Da zur Lösung der heutigen Probleme niemand Rezepte vorweisen kann, wäre es unverantwortlich, Arbeiten zu ignorieren, die uns vielleicht helfen können, den Ursachen auf den Grund zu kommen.
Helmut Creutz: Die 29 Irrtümer rund ums Geld

SIGNUM Wirtschaftsverlag, Juli 2004
ISBN 3-85436-362-1
303 Seiten

Weitere Info: http://www.inwo.de
Mich selbst haben diese Argumente dazu inspiriert, ein Simulationsprogramm zu schreiben, welches ich hiermit veröffentliche.

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Ziel ist es, die Wirkung von Zinssatz, Steuersätzen und vielen anderen Faktoren auf die Wirtschaft zu untersuchen und Auswirkungen wie Massenverarmung oder steigenden Wohlstand vorhersehbar zu machen.

Ein Simulationsmodell ist nicht die Wirklichkeit. Es lebt von drastischen Vereinfachungen, besonders, wenn es solche Vorgänge abbilden will, die durch intelligent handelnde Menschen ständig von erfindungsreichen Neuerungen geprägt sind. Bei jedem Detail steht die Frage, ob es sich um eine zulässige Vereinfachung handelt, die zu ähnlichen Resultaten wie im wirklichen Leben führt, oder ob es die Wirklichkeit falsch abbildet und damit die Ergebnisse des Modells irrelevant sind. Und sicher wird jeder, der sich diese Fragen stellt, nie 100 % zu den gleichen Ansichten kommen wie ein anderer.

Trotzdem gibt es objektive Kriterien, die helfen, diese Fragen richtig zu beantworten. Man muss reale Ausgangssituationen modellieren und die Simulationsergebnisse müssen mit der geschichtlichen Entwicklung korrelieren. Je häufiger derartige Korrelationen bei Nachbildung historischer Situationen und deren Weiterentwicklung auftreten, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Modell vorhergesagte Entwicklungen praktisch eintreten.
Den Erfolg solcher Simulationsmodelle beweist z. B. die Wettervorhersage, deren Zuverlässigkeit in den letzten 50 Jahren um Größenordnungen zugenommen hat.

Deswegen soll das vorgestellte Modell lediglich den Anfang machen, es wird eine lange Entwicklung benötigen, bis es wirklich nützliche Ergebnisse liefert. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es sicherlich schon weit bessere Modelle gibt, die praktisch auch zur Entscheidungsfindungen im Management großer Konzerne herangezogen werden. Das Problem dieser Modelle ist, dass sie nicht frei verfügbar sind. Sie werden geheim gehalten, damit sie vor der Konkurrenz eine Wettbewerbsvorteil sichern. Außerdem ist die Motivation für diese Modelle nicht, ein harmonisches Zusammenleben aller Menschen zu ermöglichen, sondern partielle Interessen durchzusetzen.

Wir haben ein Heer von Wirtschaftsfachleuten, aber schon die einfache Frage, ob die Erhöhung der Mehrwertsteuer ein geeignetes Mittel ist, das bestehende Sozialniveau zu sichern, wird von diesen auf das Widersprüchlichste beantwortet. Ob bestimmte politische Maßnahmen durchgeführt oder abgelehnt werden, scheint weit weniger von wirtschaftlichem Sachverstand als vielmehr von den rhetorischen Fähigkeiten der Befürworter bzw. Gegner und deren Beachtung durch die Medien abzuhängen.
Und das Problem der Sachverständigen ist natürlich, dass sie meist von Einrichtungen bezahlt werden, die angehalten sind, bestimmte Rücksichten zu nehmen. Oft ist es reine Lobbyarbeit. So kann, wer sich derartige Institute nutzbar machen kann, im Trüben fischen und seine politischen Vorstellungen mit scheinbar sachkundigen Begründungen durchsetzen.
Das funktioniert allerdings nicht mehr, wenn entsprechende fundierte Kenntnisse Allgemeingut sind und derartige Scheinbegründungen sofort durch massenhaften Widerspruch zurückgewiesen werden.

Daher möchte ich jeden Interessierten anregen, dieses Beispiel aufzugreifen und zu verbessern und die Ergebnisse öffentlich verfügbar zu machen.

Michael Stade


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