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Geld regiert die Welt... |
![]() ("Genosse Lenin säubert die Welt vom Schmutz") |
... nur das Geld? |
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Diese Redensart ist ein typisches Beispiel für unzulässiger Vereinfachung! Geld regiert überhaupt nicht! Geld liegt in Kassen oder Tresoren oder auf Bankkonten! Regieren können nur Menschen, wobei es diesen durchaus hilfreich ist, über Geld zu verfügen. Gleichzeitig sind diese Regierenden einer ganzen Reihe von Sachzwängen ausgeliefert, Geld ist dabei nur ein Faktor unter vielen - kein unbedeutender aber bei weitem nicht der Einzige! Vor 100 Jahren kämpfte die Arbeiterbewegung genau gegen diesen Missstand, nämlich dass wenige Reiche solche Gesetze machen, die den einfachen Arbeiter auf keinen grünen Zweig kommen lassen. Das es dagegen Alternativen gibt, hat das vergangene Jahrhundert bewiesen. Auch wenn sich die Reichsten der Welt einig wären, sie können auf Dauer keine Politik betreiben, welche die Interessen der restlichen Bevölkerung ignoriert. Das soll nicht heißen, dass die Alternativen, welche dann an die Tagesordnung kommen, diese Probleme automatisch lösen können. Aber zumindest ist es rücksichtslosen Machthabern auf die Dauer nicht möglich, unbeschränkt so weiter zu machen. Deswegen haben wir heute oft eine Unternehmerkultur, welche bewusst soziale Belange berücksichtigt, bisweilen um der sozialen Harmonie willen mehr als gesetzlich nötig tut. Damit lebt heute die breite Masse des Volkes in einem Wohlstand, welcher vor 100 Jahren völlig undenkbar war. Die dialektischen Widersprüche zwischen Kapital und Arbeit sind also nicht antagonistisch, wie die kommunistische Ideologie behauptet hatte, vielmehr ist ein Interessenausgleich sinnvoll und möglich. Und mit der Beherrschung der Spielregeln von beiden Seiten (Arbeitern und Gewerkschaften auf der einen und Kapitalisten und Unternehmerverbänden auf der anderen Seite) wachsen die Chancen, allen Bürgern ein menschenwürdiges Leben im Wohlstand zu ermöglichen. Zwar ist die Seifenblase zerplatzt, dass die Unterschiede zwischen Armen und Reichen verschwinden, aber wenn Arme nicht mehr hungern und frieren müssen, dann ist das doch ein Fortschritt, dessen Wert wir uns bewusst machen sollten! Wertefluss bei verschiedenen Gesellschaftsmodellen |