Folgende Neuigkeiten stammen aus der Wochenmail von unserer Fraktionsvorsitzende
der Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckardt vom 9. April 2003:
Die Genehmigung des Robert-Koch-Instituts in Berlin für den Anbau
genmanipulierten Weizens in Friemar bei Gotha war schon fast hinfällig:
Stunden vorher hatten Greenpeace-Aktivisten auf dem betroffenen 30 mal
40 Meter großen Acker Bioweizen gesät, die Firma Syngenta, die erstmals
in Deutschland auf freier Fläche genveränderten Weizen testen wollte,
wird sich nun vermutlich von ihren Plänen verabschieden.
Wir begrüßen einen solchen Rückzug, schließlich stellt die Genehmigung
dieses Freisetzungsversuchs in unseren Augen eine sehr bedenkliche
Entwicklung dar. Versuche im Freiland könnten der erste Schritt hin zu
einem kommerziellen Anbau sein. Problematisch ist, dass aus den uns
zugänglichen Quellen nicht hervorgeht, welches spezifische Gen in die
Pflanze eingebaut worden ist und aus welchem Organismus es stammt. Im
vorliegenden Fall war Transparenz kaum gegeben. Hinzu kommt, dass die
Aussaat von genmanipuliertem Weizen auch die Nachbarn der betroffenen
Fläche gefährdet. Über weite Entfernungen sind so genannte Einkreuzungen
von gentechnisch veränderten Pollen möglich. Doch nicht nur für die
Anlieger, auch für die gesamte Landwirtschaft können wir keine Vorteile
erkennen: Der Einsatz von Gentechnik führt auch zu einer immer stärkeren
Abhängigkeit der Bauern von der Agro-Industrie. Mit gentechnisch
veränderten Lebensmitteln würde lediglich die weitere Industrialisierung
der Landwirtschaft befördert. Wir aber wollen weg von
Lebensmittel-Massenproduktion, hin zu einer ökologisch und ökonomisch
nachhaltigen Produktionsweise.
Folgende Neuigkeiten stammen aus der Wochenmail von Landessprecherin Astrid Rothe vom 18. April 2003:
In Thüringen ist allen Gentechnik-GegnerInnen in Nahrung ein großer
Erfolg gelungen:
Der Freisetzungsversuch von Gen-Weizen in Friemar wurde gestoppt, die
Firma syngenta hat aufgegenben, dieser Erfolg ist sicherlich maßgeblich
der dspektakulären Greenpeace-Aktion zu verdanken, bei der Bio-Getreide
auf der Fläche ausgebracht wurde, ein Dank aber auch an alle anderen
Verbände und Einzelpersonen, die sich diesem Ansinnen entgegen stellten.
Die Patentstrategie von Monsanto
|